
© Rolf Brockschmidt
Tokio: Im Tempel winkt das Glück
In Japan liegen Tradition und Moderne dicht nebeneinander. Das sieht man in Tokio ebenso wie in Kioto, der alten Hauptstadt.
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Er überragt alles – und ist gut verankert. Selbst einem Erdbeben der Stärke 9 soll er trotzen können. Wie ein Fremdkörper erhebt er sich aus dem alten Stadtviertel am Sumida-Fluss in Tokio. Seine Höhe ist schwindelerregend und zugleich voller Symbolik. 634 Meter misst der höchste Fernsehturm der Welt, zugleich das zweithöchste Gebäude der Welt, das am 22. Mai dieses Jahres eröffnet werden soll. Die Symbolik ist typisch japanisch und sehr traditionell, obwohl der Bau ein Meisterwerk der Ingenieurskunst unserer Tage ist. Die Konstruktion orientiert sich an alten Pagoden, die äußeren Teile des Turms berühren den Zentralpfeiler nicht. Die Höhe hat Bedeutung: Die Zahlen 6 (mu), 3 (sa) und 4 (shi) ergeben zusammen den historischen Namen der ehemaligen Provinz Musashi.
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