„Ich finde sie eigentlich nett“: Trump lenkt nach Spott-Post über Meloni ein
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US-Präsident Donald Trump begrüßt Giorgia Meloni, Ministerpräsidentin von Italien, zum „Gipfel für den Frieden“ in Ägypten (Symbolbild).

© dpa/AP/AP Pool/Evan Vucci

Update

„Ich finde sie eigentlich nett“: Trump lenkt nach Spott-Post über Meloni ein

Nach dem öffentlichen Schlagabtausch mit Giorgia Meloni sucht Donald Trump versöhnliche Töne. Eine Kritik lässt er aber nicht aus.

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Nach seinem jüngsten Spott über Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat US-Präsident Donald Trump sich bemüht, den Zwist mit der rechten Regierungschefin zu relativieren. „Ich finde sie eigentlich nett“, sagte er bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Zugleich nutzte er die Gelegenheit, um Meloni mangelnde Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus vorzuwerfen. Sie habe einen Fehler gemacht, sagte er.

Wenige Tage vor dem Nato-Gipfel im türkischen Ankara hatte Trump im Streit mit Meloni noch einmal nachgelegt und ein Bild von beiden auf der Plattform Truth Social hochgeladen. Auf diesem schaut die italienische Regierungschefin ihn intensiv an. Über dem Foto stand in Großbuchstaben: „Restraining order needed“, was im Englischen etwa als „Kontaktverbot erforderlich“ oder „Annäherungsverbot erforderlich“ verstanden werden kann.

Eine öffentliche Reaktion von Meloni gab es zunächst nicht. Stattdessen erhielt sie Rückendeckung aus Belgien. „Natürlich brauchen wir ihn als Verbündeten, aber fass Meloni nicht an“, sagte Verteidigungsminister Theo Francken dem Nachrichtenportal „Politico“ in Richtung Trump. „Sie ist die Königin der Mitte-Rechts-Parteien in Europa. Sie ist die Anführerin. Lass sie in Ruhe.“

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Angesprochen auf den jüngsten Spott-Post Trumps sagte Italiens Außenminister Antonio Tajani dem Sender Sky TG24: „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir auf Erklärungen dieser Art nicht reagieren werden. Deshalb machen wir einfach weiter. Wir sind überzeugt, dass die transatlantischen Beziehungen weit über einzelne Äußerungen hinausgehen.“ Trumps Äußerungen „kommentieren sich von selbst“.

Meloni selbst äußerte sich vor knapp zwei Wochen bei einer Veranstaltung zu ihrem Zwist mit Trump: „Ich denke, dass unsere bilaterale Zusammenarbeit mit den USA wieder zur Normalität zurückkehren sollte.“ Die Zusammenarbeit zwischen den USA und Italien beruhe auf einer „so langen und soliden Geschichte“, dass sie nicht durch „eine Diskussion in den sozialen Medien“ infrage gestellt werde.

Trump schoss gegen Meloni – diese wies ihn zurecht

Zuletzt hatte es zwischen Trump und Meloni immer wieder Spannungen gegeben, die beiden stritten in den sozialen Medien. Auslöser war die Behauptung des US-Präsidenten, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel im französischen Évian um ein Foto mit ihm angefleht. Sie habe ihm leidgetan.

Meloni bezeichnete dies als „völlig erfunden“. Im Nachgang machte Trump klar, dass es ihm bei seiner Kritik vor allem um aus seiner Sicht fehlende Unterstützung im Iran-Krieg ging. Italien hatte US-Flugzeugen die Landung auf dem Stützpunkt Sigonella auf Sizilien verweigert. (dpa)

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