„Iran spielt für Russland keine große Rolle mehr“: Warum Putin vom Nahost-Krieg sogar profitieren könnte
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Der russische Präsident Wladimir Putin gestikuliert nach seiner Rede auf der Plenarsitzung des Forums für Zukunftstechnologien (25.02.2026, Russland, Moskau).

© dpa/PAVEL BEDNYAKOV

„Iran spielt für Russland keine große Rolle mehr“: Warum Putin vom Nahost-Krieg sogar profitieren könnte

Der Iran unterstützte Russlands Invasion in der Ukraine. Doch diese Hilfe war schon vorbei, bevor die USA und Israel ihren Angriff starteten. Ein anderer Effekt des neuen Krieges könnte Moskau sogar in die Karten spielen.

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China, Nordkorea, Iran: Russlands Invasion in der Ukraine wird durch die Hilfe anderer Militärmächte ermöglicht. Nach dem Großangriff auf den Iran und der Dezimierung der Führungsriege stellt sich daher die Frage, welche Auswirkungen dieser neue Krieg auf Russlands Ukraine-Invasion hat.

Es sieht derzeit nicht danach aus, als würde der Tod des iranischen Machthabers Ali Chamenei etwas an Wladimir Putins Kalkulationen ändern. Kurzfristig könnte er dem Kreml sogar einen Vorteil verschaffen.

„Der Iran spielt für Russland keine besonders große Rolle mehr“, sagte Militärexperte Gustav Gressel dem Tagesspiegel. Das ist offenbar schon länger so. Seit Israels großflächigen Angriffen in Syrien und im Libanon 2024 habe der Iran keine umfangreichen Waffenlieferungen mehr an Russland geleistet.

Russland baut seine Drohnen selbst

Das hänge auch mit einer großen Veränderung im Drohnenkrieg Russlands zusammen. Zunächst griff Moskau die Ukraine mit iranischen Shahed-Drohnen an. Es sind die gleichen Geschosse, die nun die unvorbereitete Abwehr der Golfstaaten an ihre Grenze bringen.

Allerdings produziert Russland diese Drohnen nach iranischer Blaupause längst selbst. Lieferungen werden daher nicht mehr benötigt. Der Iran hat offenbar auch kaum mehr Artilleriemunition geliefert.

Putin darf sich über steigenden Ölpreis freuen

So erklärt sich, warum der Kreml nach der Tötung Chameneis nicht mehr tat, als die Angriffe öffentlich zu verurteilen und sich als Vermittler zwischen dem Iran und den Golfstaaten anzubieten. Zumal der steigende Ölpreis infolge der blockierten Meerenge Hormus Moskau gelegen kommt.

Die russischen Öleinnahmen seien seit mehr als einem Jahr rückläufig, analysiert das US-Institut für Kriegsstudien (ISW). Das ist schlecht für Putins Kriegskasse, die mit Erlösen aus dem Verkauf fossiler Energien gefüllt wird. Zwar drücken die internationalen Sanktionen die Preise von Putins Öl. Sollte der weltweite Preisanstieg aber anhalten, könnte er trotzdem für steigende russische Öleinnahmen sorgen.

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