Sexualisierte Gewalt und zwei Millionen unterernährte Kinder: „Die Krise im Südsudan wird völlig vernachlässigt“
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Die medizinische Versorgung im Südsudan hängt stark von Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen und dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes ab.

© AFP

Tagesspiegel Plus

Sexualisierte Gewalt und zwei Millionen unterernährte Kinder: „Die Krise im Südsudan wird völlig vernachlässigt“

Im Südsudan kehrt der Bürgerkrieg zurück. Yashovardan koordiniert die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen im Land. Im Interview spricht er über die dramatischen Folgen eines vergessenen Konflikts.

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Yashovardan, Sie arbeiten für Ärzte ohne Grenzen im Südsudan, wo ein jahrelanger Bürgerkrieg tobte und nun wieder ausgebrochen ist. Regierung und Opposition kämpfen mit extremer Gewalt um die Macht. 400.000 Menschen wurden bislang getötet, zehn Millionen brauchen humanitäre Hilfe. Zugleich ist das Land einer der weltweit gefährlichsten Orte für Helfende. Alleine 2025 gab es 350 Angriffe auf Hilfsorganisationen. Mit wie viel Angst müssen Sie täglich leben?
Angst und Nervosität sind auf jeden Teil unseres Jobs geworden. In den vergangenen zwölf Monaten wurden elf unserer Einrichtungen im Südsudan angegriffen. Infolge der Angriffe mussten drei Krankenhäuser geschlossen werden.

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