
© Nassim Rad/Tagesspiegel; VG Bild-Kunst, Bonn
Besuch beim Bildhauer Raimund Kummer: Berlin war seine Hüpfburg
Einst spielte er der Mauerstadt Streiche. Nun sorgt er sich vor Fehldeutungen. Raimund Kummer zeigt in einer Retrospektive alte und neue Werke.
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Kummer kichert. „Nachts kommen die Heinzelmännchen hierher.“ Er zeigt um sich, in seinem Atelier, dort stehen Rollwagen, Leitern, Tische mit Modellen, auf einem Stativ trocknet ein Geschirrhandtuch. Hinter einer halbhohen Wand befinden sich eine Badewanne und ein Klo, in einer anderen Ecke warten ein paar Turnschuhe und ein Mini-Trampolin auf Benutzung. Hier laboriert, hier haust jemand. „Und die Heinzelmännchen, die machen die ganze Arbeit für mich. Ich muss sie nur erkennen.“ Kummer lacht jetzt laut, schüttelt sich auf dem tiefen Lederstuhl, auf den er sich für das Gespräch niedergelassen hat. „Das war zumindest immer meine Idealvorstellung.“
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