Nachruf auf Tatjana Turanskyj: Bis zum Ende gegen die Ungleichheit
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Tatjana Turanskyj war eine Kämpferin, sie gehörte zu den Mitbegründerinnen der Initiative Pro Quote Regie.

© Tatjana Turanskyj

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Nachruf auf Tatjana Turanskyj: Bis zum Ende gegen die Ungleichheit

Die Kunst und die Politik waren in ihrer Arbeit nicht zu trennen. Ein Nachruf auf die Filmemacherin und Feministin Tatjana Turanskyj.

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Greta ist um die Vierzig, Architektin, arbeitslos, geschieden, Mutter. Nicht notwendigerweise in dieser Reihenfolge, aber man kann sich die Verhältnisse, in die man hineingeboren wird, schließlich nicht aussuchen. Eine Freundin rät ihr, die freie Zeit doch einfach zu genießen. „Jedes Telefonat ein rhetorisches Meisterwerk“, erklärt hingegen die Vorgesetzte im Call-Center, in dem sie Fertighäuser verkaufen muss. „Kommunikation ist Argumentation.“ Diese Tristesse aus Selbstoptimierung und -entfremdung wird nur noch getoppt von Gretas Spaziergängen auf Stöckelschuhen durch anonyme Berliner Townhouse-Siedlungen. „Ghettoisierung des Stadtraums oder moderne Wohnkultur?“, fragt sie eine entgeisterte Mutter mit schwäbischem Dialekt.

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