Fotos vor dem Holocaust: Brüchige Erinnerungen
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Hoffnungsfroh. Kleinstadtpolen vor dem Einmarsch der Deutschen.

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Fotos vor dem Holocaust: Brüchige Erinnerungen

Der Dokumentarfilm „Die Hälfte der Stadt“ erzählt die Geschichte der Juden von Kozienice - und des Fotografen Chaim Berman.

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Der Junge, neun oder zehn Jahre alt, trägt eine Schülermütze über abstehenden Ohren. Mit großen Augen scheint er aus einer achtzig Jahre zurückliegenden Vergangenheit zu uns herüberzuschauen. Drei Jünglinge – so nannte man dieses Zwischenalter damals – in engen Anzügen sitzen rauchend um einen Tisch. Eine lachende Familie, ein Herr mit Hut und Menjoubärtchen. Magische Bilder. Sie zeigen Todgeweihte, die von ihrem Schicksal noch nichts ahnen. Gespenster der Geschichte. Auf späteren Aufnahmen lächeln die Menschen weiter, aber man spürt schon die Anstrengung. Junge Männer auf einer Treppe, alle tragen Armbinden mit dem Davidstern. Da war die Wehrmacht bereits einmarschiert, das Ghetto eingerichtet.

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