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Neues vom Kollwitz-Museum: Das Exil droht
Wie geht es in der Fasanenstraße weiter? Das Kollwitz-Museum muss gehen, und Iris Berndt, die ehemalige Leiterin, widmet sich jetzt wieder Carl Blechen.
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Auch Postwege können sich kreuzen. So erreichten zwei Publikationen zeitgleich die Redaktion, die sich inhaltlich kaum berühren und doch einander bedingen. Der Lukas-Verlag schickt einen Bildband von Carl Blechen unter dem Titel „Innenansichten eines Genies“ (112 S., 82 Abb., 20 €). Autoren sind Helmut Börsch-Supan, bis 1995 stellvertretender Direktor der Berliner Schlösserverwaltung, und Iris Berndt, bis zu ihrem vorzeitigen Rückzug im letzten Sommer Leiterin des Kollwitz-Museums. Im Vorwort empfehlen sie dem Leser, „sich in die Welt vor zweihundert Jahren zurückzuversetzen“. Berndt hat sich damit auf ihr früheres Terrain zurückbegeben und damit den Rückzug aus dem 20. wie 21. Jahrhundert angetreten. Den Streit ums Kollwitz-Museum, das durch Pläne des Vermieters an seinem Standort in der Charlottenburger Fasanenstraße in Bedrängnis geraten war, wollte sie nicht weiter ausfechten.
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