"Hunger.Peer Gynt" am DT: Das Ich aus der Zwiebel
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Peter Rene Lüdicke in Sebastian Hartmanns Inszenierung "Hunger. Peer Gynt" im Deutschen Theater Berlin.

© imago/Martin Müller

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"Hunger.Peer Gynt" am DT: Das Ich aus der Zwiebel

Wer wagt und Hamsun mit Ibsen kreuzt, gewinnt: Sebastian Hartmanns großartige Inszenierung „Hunger. Peer Gynt" im Deutschen Theater Berlin.

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Dem Protagonisten aus Knut Hamsuns Roman „Hunger“ mangelt es nicht an der Fähigkeit zur Selbstdiagnose. „Wie war es mit mir die ganze Zeit beständig bergab gegangen!“, bringt er seine Situation messerscharf auf den Punkt. Eingedenk der Tatsache, dass er nichts zu essen und keine Öre in der Hosentasche hat, ist diese Einsicht nicht von der Hand zu weisen.
Man kann sich gut vorstellen, wie viele Regisseure diesen Stoff auf der Bühne sozialrealistisch ausbeuten würden. Auch, wenn er sich dafür wirklich nur sehr bedingt eignet. Zwar folgt man als Leserin diesem jungen Intellektuellen, der sich erfolglos als Zeitungsschreiber durchs Kristiania des vorletzten Jahrhunderts schlägt, ständig zu Pfandleihen und in psychosomatisch folgenreiche Hunger-Zustände.

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