Corinna Harfouch und Fritzi Haberlandt in "Herbstsonate": Das Zitronenhuhnzerwürfnis
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Showdown. Corinna Harfouch (links) als Mutter und Pianistin, Fritzi Haberlandt als Tochter und Pfarrersgattin.

© Bettina Stöß

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Corinna Harfouch und Fritzi Haberlandt in "Herbstsonate": Das Zitronenhuhnzerwürfnis

Größer und gröber als auf der Leinwand: Jan Bosse bringt Ingmar Bergmans Mutter-Tochter-Drama „Herbstsonate“ im Deutschen Theater Berlin auf die Bühne. Die Besetzung ist beeindruckend: Corinna Harfouch und Fritzi Haberlandt spielen die Hauptrollen.

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Das ist doch mal eine klare Ansage an die „Herdprämien“-Fraktion! So sehr sie als Kind unter der Dauer-Abwesenheit ihrer Mutter gelitten habe – die kurzen Heimgastspiele, in denen die erfolgreiche Pianistinnen-Mama umso pflichtschuldiger in der Hausfrauen- und Mutter-Rolle zu glänzen versuchte, waren noch viel schlimmer! Düsteren Blickes sitzt Fritzi Haberlandt als Pfarrersfrau Eva an der Bühnenrampe und erinnert sich all der Zahnspangen, Kurzhaarschnitte, Lektüreverpflichtungen und anderweitigen Optimierungsmaßnahmen, mit denen das mütterliche Agilitätsmonster Charlotte ihr früh jedwedes Authentizitätsfitzelchen austrieb. Und wenn man der unverwechselbaren Corinna Harfouch dabei zusieht, wie sie diese egomanische Hochfrequenz-Pianistin aufs töchterliche Pfarrhaus-Szenario pfeffert, glaubt man Eva vorbehaltlos jedes Wort.

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