
© Kunstmuseum Bern
Hodler-Ausstellung in Berlin: Der Seelenmaler
Die Berlinische Galerie feiert Ferdinand Hodler mit einer prachtvollen Ausstellung. Den Schweizer Künstler verbindet mehr als gedacht mit der Berliner Moderne.
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Der jähe Schock ist ihm anzusehen über die schwarz verhüllte Figur, die da wie ein Alb auf seiner Brust hockt. Ferdinand Hodler (1853 – 1918) malte sich selbst als Erwachenden, der aus einem Albtraum aufschreckt und das Todesgespenst panisch von sich wegzuschieben sucht. „Die Nacht“ nannte der Schweizer Künstler sein drei Meter breites Panoramabild, das ihn im Zentrum umgeben von anderen Liegenden zeigt, die allerdings eher sanft der schwarze Schleier des Schlafes bedeckt. Das fulminante Gemälde sorgte bei seiner Präsentation 1891 im Musée Rath in Hodlers Heimatstadt Genf für Skandal und wurde noch vor Eröffnung wieder abhängt. Dem Regierungspräsidenten war die naturalistische Nacktheit der Figuren zu unsittlich.
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