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Zum Tod von Bert Neumann: Der Spielraum-Baumeister
Er prägte die Ästhetik der Ära Frank Castorf an der Berliner Volksbühne: der Künstler und Bühnenbildner Bert Neumann ist mit nur 54 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
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In der Baukunst spricht man von signature architects, wenn es um Häuser geht, deren Schöpfer man auf den ersten Blick beim Namen nennen kann. Auch Bert Neumann hatte so einen wiedererkennbaren Personalstil. Als Frank Castorfs engster szenischer Mitarbeiter prägte er von 1992 an die Ästhetik der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz mit seinen begehbaren Installationen. Als Bühnenbildner verstand er sich dabei nie, sondern immer als bildender Künstler. Skulptural war seine Arbeitsweise: statt Guckkästen auszustatten, baute er Spielräume. Und fand in Castorf einen Regisseur, der sich seinen Ideen nur zu gerne auslieferte.
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