Christopher Clark über den Ersten Weltkrieg: Die Jahrhundertkatastrophe
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Volles Rohr. Amerikanische Artilleristen beschießen im September 1918 die deutschen Stellungen bei Verdun. Foto: France Presse Voir/AFP

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Christopher Clark über den Ersten Weltkrieg: Die Jahrhundertkatastrophe

In seinem Bestseller "Die Schlafwandler" stellt Christopher Clark die deutsche Schuld am Ersten Weltkrieg in Frage. Im Interview sagt der Historiker aus Cambridge: Der Kriegsausbruch folgte keinem Automatismus, er hätte vermieden werden können.

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Mister Clark, die meisten Intellektuellen bejubelten den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Woher kam diese Verblendung?
Auf beiden Seiten der Front, in allen europäischen Ländern gab es einen defensiven Patriotismus, die Bereitschaft, das jeweilige Vaterland zu verteidigen. Nicht nur bei den Eliten. Grundüberzeugung war, selber angegriffen zu werden. Viel seltener war die Bereitschaft, in einen Angriffskrieg zu ziehen, einen aggressiven Krieg in Kauf zu nehmen.

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