Hanne Darboven im Duisburger Museum Küppersmühle: Die Künstlerin der Stunde
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Inspirationsort Atelier. Hanne Darboven sammelte in ihrem Studio bei Hamburg Funde über Funde. Die unübersichtliche Fülle stand in erstaunlichem Widerspruch zur Akribie ihrer Zeitnotate.

© Hanne Darboven Stiftung Hamburg, VG Bild-Kunst 2021, Roy Colmer

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Hanne Darboven im Duisburger Museum Küppersmühle: Die Künstlerin der Stunde

Die Minimalistin Hanne Darboven trifft den Nerv gerade unserer Zeit. Mit ihren kalendarischen Notationen hält sie das Verstreichen fest.

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Wohl kaum eine Künstlerin hat sich so intensiv dem Thema Zeit und Zahlen gewidmet wie Hanne Darboven. 1966 ging die Absolventin der Hamburger Kunsthochschule und Tochter einer Kaffeeröster-Dynastie für zwei Jahre nach New York, zog sich in ein 50-Quadratmeter-Appartement zurück und entwickelte in der Abgeschiedenheit ihre eigene Kunstsprache: Zahlenkolonnen auf Millimeterpapier, in denen sich Tage, Monate, Jahre abbilden. In der Malerei schien der spröden Hanseatin, die ihren Kurzhaarschnitt von jung an wie ein Bekenntnis zum Essenziellen trug, alles gesagt zu sein. Deshalb suchte sie nach anderen Ausdrucksformen und fand sie im Kosmos der Zahlen, mit denen sie der Vergänglichkeit zumindest schriftlich Einhalt gebot.

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