Literaturkolumne: Die Sonne hinter der Düne
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Literaturkolumne: Die Sonne hinter der Düne

Wolfgang Herrndorf ist im Moment der erfolgreichste deutschsprachige Schriftsteller. Sein Roman "Sand" steht auf Platz fünf der "Spiegel"-Bestsellerliste. Und der wunderbar menschenfreundliche Vorgänger "Tschick" führt die Taschenbuchliste seit drei Wochen an. Eine Erfolgsanalyse.

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Als Wolfgang Herrndorf vor zweieinhalb Wochen für seinen Spionage- und Wüstenroman „Sand“ mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, waren damit alle schwer einverstanden: die Literaturkritiker, die „Sand“ fast unisono gelobt hatten. Die Konkurrenten wie zum Beispiel Thomas von Steinaecker, der sagte, mit dieser Entscheidung „am besten“ leben zu können. Der an einem bösartigen Hirntumor leidende Autor selbst, der sich ausdrücklich über das Preisgeld freute und seinen Stellvertreter bei der Verleihung ein nordafrikanisches Sprichwort verlesen ließ: „Die Sonne geht immer hinter der Düne unter, die dir gerade am nächsten ist.“

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