Germanen-Ausstellung in Berlin: Die zivilisierten Barbaren
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 Kolorierte Gipsfigur eines germanischen Reiters mit Pferd, 1913.

© Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz/V. Iserhardt

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Germanen-Ausstellung in Berlin: Die zivilisierten Barbaren

Sie hatten gern die Haare schön: Eine Ausstellung auf der Museumsinsel zeigt die Germanen als unsere entfernten Verwandten.

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Die Probleme beginnen bereits mit dem Namen. Ein Volk der Germanen hat es nie gegeben, es wurde von den Römern erfunden. Der Begriff geht auf Cäsar zurück, der in seinem Kriegsbericht „De bello Gallico“ alle Stämme rechts des Rheins als Germanen bezeichnete. Später hat der Historiker Tacitus in seiner Schrift „Germania“ Sitten und Bräuche der dortigen Menschen eingehend beschrieben. Allerdings kannten Cäsar und Tacitus das meiste, was sie erzählten, nur vom Hörensagen. Die so genannten Germanen selbst haben keine vergleichbaren Texte hinterlassen. Sie betrieben keine Historiografie. Ihre Runenschrift, aus der wohl im 3. Jahrhundert ein Alphabet mit 24 Zeichen entstand, diente hauptsächlich der Alltagskommunikation.

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