Alberto Zedda dirigiert Rossinis "Tancredi": Ergebene Jünger
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Alberto Zedda dirigiert Rossinis "Tancredi": Ergebene Jünger

Alle Glaubwürdigkeit muss von der Musik ausgehen: Alberto Zedda dirigiert Rossinis „Tancredi“ an der Deutschen Oper.

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Es gibt Abende, an denen der Auftrittsapplaus alles überwiegt, was danach noch an Beifall kommen kann. Als Alberto Zedda das Dirigentenpult der Deutschen Oper erklimmt, umspült ihn eine Welle von Verehrung. Sie gilt einem vitalen 84-jährigen Musiker, der zärtlich-unbeirrbar seine große Liebe lebt: die Musik Rossinis. Zeddas Leuchten hat manch tristen Opernabend erhellt und seinem Lebenskomponisten neue Anhänger beschert. Denn Rossini bleibt ein großer Unbekannter, dessen ernste Opern selten auf die Bühne finden und es bislang nicht in den Kanon des Musiktheaters geschafft haben. Zeddas Schuld ist das nicht. Nach seinem Erfolg für „Semiramide“ 2003 wurde er wiederholt an die Deutsche Oper eingeladen – doch nicht immer sprang er ins Haus über, der Rossini-Funke. Aber wenn, setzte sich aus Melodiesplittern das ganze Welttheater zusammen. Ein Sieg der Geistesgegenwart über die Trägheit des Herzens und der Theatermaschinerie.

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