
© Andreas Lang
Folge 172 „Wochniks Wochenende“: Ruhebedürfnis oder künstlerischer Aktivismus
Ein Demonstrationsumzug mit Partitur oder der sprachlose Klang vibrierender Dinge – absichtslos ist hier nichts, meint unser Kolumnist.

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Wer schon mal längere Zeit in London oder New York – und nicht nur da – verbracht hat, wird sie schon mal erlebt haben: Laut redende, mit Megaphon verstärkte oder einfach aus voller Lunge schreiende Individuen, die ihre politischen Ansichten, Ängste, religiöse Überzeugungen und mehr in die Menge posaunen, mal in nüchterner Aufmachung, mal künstlerisch inszeniert, oft ausgesprochen redegewandt. Ein wenig darf man sich dabei wohl ans Athener Bürgertum der Antike erinnert fühlen, das, auf Steinen auf der Agora stehend, auf ähnliche Weise versuchte, Demokratie zu betreiben.
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