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Kultur: Gentlemantyp
Der Berliner Schauspieler Friedrich Schönfelder ist tot
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Seine Karriere hatte er, zumindest ein wenig, den früh ergrauten Haaren zu verdanken. Hochgewachsen, mit einem Oberlippenbärtchen unter der schlanken Nase und graumelierten Schläfen – so entsprach Friedrich Schönfelder ziemlich genau dem Bild, das sich die Nachkriegsdeutschen von einem englischen Gentleman oder hochgeborenen Adligen machten. In Helmut Käutners Komödie „Königskinder“ spielte er einen verarmten „Prinzen von Thessalien“, der Touristen durch sein Schloss führt, in der Fallada-Verfilmung „Der eiserne Gustav“ an der Seite von Heinz Rühmann einen Botschafter, und in Edgar-Wallace-Filmen wie „Die weiße Spinne“ oder „Der schwarze Abt“ gab er den Lord vom Dienst.
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