Haußmann-Premiere am BE: Holzschnitt mit Heulboje
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Filmemacher und Theaterregisseur Leander Haußmann

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Haußmann-Premiere am BE: Holzschnitt mit Heulboje

Tiefer Griff in die Mottenkiste Leander Haußmann fällt am BE nichts ein zu Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“.

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Sage noch einer, Brecht-Inszenierungen wären nicht mehr imstande, überraschende Erkenntnisse zu liefern! Jede Wette, dass vor dem Besuch des „Guten Menschen von Sezuan“ im Berliner Ensemble selbst hartgesottene Realisten nicht ansatzweise geahnt haben, wie wahnsinnig öde zum Beispiel dramatische Beischlaf-Anbahnungen ausfallen können: Die Tabakladenbesitzerin Shen Te und der arbeitslose Flieger Yang Sun (der an diesem Punkt bereits einen szenisch ausgedehnten Suizidversuch hinter sich hat) stolpern hier in einer nächtlichen Gartenplastikstuhl-Landschaft ineinander. Weil beide Partner das Kennenlernen mit herzhaften Schlucken aus dem Flachmann feiern, verlangsamt sich ihr Artikulationsvermögen leider drastisch.

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