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Gottfried Benn und die Frauen (1): Meister der promiskuitiven Umtriebe
Wolfgang Martynkewicz untersucht in "Tanz auf dem Pulverfass" Gottfried Benns Beziehung zu Frauen und Macht. Er verfestigt das Bild des Opportunisten.
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„Ich aber bin, wie gesagt, für Seitensprünge!“: Das ist die Maxime, an die sich der Dichterkönig und professionelle Liebeshochstapler Gottfried Benn zeit seines Lebens gehalten hat. Denn die Eroberung von Frauen war für Benn nicht Ausnahmezustand, sondern Lebenselixier. Seine drei Ehen, die der Meister der promiskuitiven Umtriebe einging, dienten vor allem der Erledigung von Verwaltungsaufgaben und der alltagstechnischen Grundversorgung. Für die erotische Erfüllung waren seine Geliebten zuständig. Die Ehe, so spottete Benn, ist nur „eine Institution zur Lähmung des Geschlechtstriebes also eine christliche Einrichtung“. Die perfekte Logistik seiner Abenteuer ist in zahlreichen Briefbänden und in der Korrespondenz mit dem Brieffreund Friedrich Wilhelm Oelze dokumentiert.
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