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"Unter der Drachenwand" von Arno Geiger: Mit den Augen der Toten
"Unter der Drachenwand": Arno Geigers bemerkenswerter Roman über das Kriegsjahr 1944 - und die Wesensverzerrungen der Menschen zu jener Zeit.
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Es sind die ersten Tage des Jahres 1944, und der 24 Jahre junge, aus Wien stammende Wehrmachtssoldat Veit Kolbe ist gerade in Mondsee angekommen, einem Örtchen, das eine halbe Stunde Autofahrt entfernt von Salzburg liegt. Er war jahrelang als Lkw-Fahrer an der Front, zuletzt an der russischen, und er will und muss nun hier weitab vom Kriegsgeschehen seine Verwundungen auskurieren, einen gebrochenen Kiefer, ein durchschossenes Bein und hartnäckige Angststörungen. Was alles nicht so einfach ist: „Krieg war ja eigentlich das einzige, was ich noch kannte“, weiß Veit Kolbe. „Wie weit die Verzerrung des eigenen Wesens schon vorangeschritten ist, merkt man erst, wenn man wieder unter normale Menschen kommt.“
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