"Der Hauptmann" im Kino: Mörder mit Kindergesicht
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Deserteur Herold (Max Hubacher) errichtet in den „Bloodlands“ des Krieges ein brutales Regime.

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"Der Hauptmann" im Kino: Mörder mit Kindergesicht

Eine düstere Köpenickiade im Zweiten Weltkrieg: „Der Hauptmann“ von Robert Schwentke.

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Kleider machen Leute, Uniformen verleihen Macht. Wer befehlen kann, wer gehorchen muss, das ist im Krieg eine Frage der Schulterstücke. Von ihnen kann das Leben abhängen, das Überleben. Robert Schwentkes Film „Der Hauptmann“ beginnt mit Szenen einer Treibjagd. Betrunkene SS-Männer hetzen einen Deserteur, schießen, einer bläst wie zum Halali in eine Trompete, und der Anführer brüllt: „Wo ist denn mein Schweinchen?“ Der Deserteur kann sich in ein Wäldchen retten. Am nächsten Tag findet er in einem verlassenen Wehrmachtswagen eine Hauptmannsuniform, frisch gebügelt, mitsamt Orden und Ehrenzeichen. Der Deserteur zieht seine Gefreitenkluft aus und verwandelt sich in einen Offizier. Seine Rettung, eine Selbstermächtigung.

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