Nachruf: Nach Paris!
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Rita Schober in ihrem Haus in Pankow-Niederschönhausen

© Heike Zappe/HU Berlin

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Nachruf: Nach Paris!

Zum Tod der Berliner Romanistin Rita Schober.

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Zu den Absurditäten der jüngeren deutschen Geschichte gehört, dass ausgerechnet die eingemauerte DDR einige der schönsten und welthaltigsten Ausgaben klassischer Literatur hervorgebracht hat. Vielleicht deshalb, weil Menschen, die ihr Land nicht verlassen dürfen, wenigstens im Lesen auf Reisen gehen wollen – ins London eines Thackeray und Dickens oder in das Paris von Maupassant und Zola. „Paris, wie vielfältige Vorstellungen und Wunschträume beschwört der Name dieser Stadt!“, schwärmt Rita Schober in ihrem Nachwort zu „Der Bauch von Paris“, Zolas Roman über die Kleinbürger und Gemüsehändler in den Markthallen des 19. Jahrhunderts. Wie eine Fremdenführerin schildert die Philologin die Pracht von Eiffelturm, Louvre und Montmartre und stellt fest, wo für sie als „Humanwissenschaftlerin“ der Platz wäre: bei den „nach Millionen zählenden Buchbeständen der Bibliothèque Nationale“.

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