"Der Affront" im Kino: Nahost-Konflikt vor Gericht
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Medien und Militär. Tony (Adel Karam) instrumentalisiert den Gerichtsprozess für eine nationale Schuldfrage.

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"Der Affront" im Kino: Nahost-Konflikt vor Gericht

In dem libanesischen Politdrama „Der Affront“ öffnet eine juristische Bagatelle jahrzehntealte Wunden.

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Dass der Nahe Osten ein Pulverfass ist, gehört heute zu den weltpolitischen Allgemeinplätzen. Westliche Staatsführer waren – bis zu Trumps jüngster Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels – stets darauf bedacht, in diesem Konflikt nicht unnötig zu zündeln. Die politischen Sensibilitäten und nationalen Traumata sind auch ohne äußeres Einwirken tief in der Region und zwischen den verschiedenen Akteuren verwurzelt. „Das Wort, 'Beleidigung‘ hat seinen Ursprung im Nahen Osten“, heißt es an einer Stelle in Ziad Doueiris Politdrama „Der Affront“. Der Satz fällt vor Gericht, in einem Prozess, dessen Auslöser auf den ersten Blick banal erscheint, dessen Folgen aber immer weitere Kreise ziehen – und der bald auf die Straße übergreift.

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