„Evolution“ im Kino: Neugeburt aus der Asche der Zivilisation
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Die Teenager Yasmin (Padmé Hamdemir) und Jónás (Goya Rego) wachsen ohne die Schrecken der Eltern-Generation auf.

© Match Factory Productions/Proton Cinema

Tagesspiegel Plus

„Evolution“ im Kino: Neugeburt aus der Asche der Zivilisation

Trauma über Generationen: Kornél Mundruczós Drama „Evolution“ erzählt von den tiefverwurzelten Auswirkungen des historischen Antisemitismus – mit einem Happy-End.

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Die Hemmschwelle, in Kinofilmen hinter die schweren Türen deutscher Gaskammern zu blicken, ist in den vergangenen Jahren merklich gesunken. Auch die Kontroversen über das „Undarstellbare“, wie es „Shoah“-Regisseur Claude Lanzmann vor fast dreißig Jahren über Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ formulierte, klingen heute weniger apodiktisch. Die Frage von Ethik und Ästhetik, die Lanzmann noch in Eins setzte, haben sich voneinander entkoppelt – vielleicht auch im selben Maß, wie der Antisemitismus über siebzig Jahre nach dem Holocaust in der Gesellschaft immer subtilere Formen angenommen hat.

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