„Lear“ am Deutschen Theater: Patriarchendämmerung
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Verbaler Hochleistungssport. Cordelia Wege beim „Politiker“-Monolog.

© Arno Declair

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„Lear“ am Deutschen Theater: Patriarchendämmerung

Generationenwechsel und gekappte Traditionszusammenhänge: Sebastian Hartmann inszeniert „Lear“ und „Die Politiker“ zusammen.

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So viel Aktionismus gab’s lange nicht. Mitten in der „Lear“-Premiere am Deutschen Theater, in einem besonders ruhigen Moment des bewusst handlungsarmen Abends, erhebt sich im Rang ein Zuschauer: Er sei davon ausgegangen, hier werde Shakespeare gespielt, schimpft er und fordert das Publikum zur Rebellion auf. Da es bis auf ein paar zaghafte Zustimmungslacher und Gegenbekundungen („Dann gehen Sie doch einfach!“) relativ ruhig bleibt, entschwindet der weißhaarige Herr mit einem letzten originellen Rat durch die Tür: „Und schlaft nicht ein!“

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