Protest gegen Namibia-Film: Erinnerungskultur made in Germany
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Kezia Kambazembi (Girley Charlene Jazama) in „Der vermessene Mensch“ von Lars Kraume

© WILLEM VREY

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Protest gegen Namibia-Film: Erinnerungskultur made in Germany

Lars Kraumes „Der vermessene Mensch“ wurde als erster deutscher Film über den Genozid in Namibia gefeiert. Schwarze Filmschaffende haben sich jetzt zu Recht beschwert.

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Dass das deutsche Kino eine zutiefst homogene Angelegenheit ist, erkennt man schon daran, welche Geschichten es bevorzugt. Und manchmal auch daran, wie es diese erzählt. Ein Film, der zuletzt von der Kritik gelobt wurde, ist Lars Kraumes „Der vermessene Mensch“. Er handelt vom Genozid in Namibia an den Herero und Nama aus der Sicht eines deutschen Forschers; eine bewusste Entscheidung, weil der Regisseur sich als weißer Deutscher nicht die Perspektive der Opfer aneignen wollte. Dass Perspektive im Kino aber nicht nur eine Frage der Vermittlung ist, sondern eine des Blicks (eine filmtheoretische Binse im Übrigen), hat Kraume dabei übersehen.

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