Proustbetrieb: Tizian, Carpaccio und die Pflastersteine
zum Hauptinhalt
Venedig im Februar 2023.

© REUTERS/MANUEL SILVESTRI

Tagesspiegel Plus

Proustbetrieb: Tizian, Carpaccio und die Pflastersteine

Das Venedig-Kapitel gehört zu den Höhepunkten von Marcel Prousts „Recherche“ - auch weil sich der Erzähler hier aus seiner „inneren Bleikammer“ löst und zum Künstler wird.

Gerrit Bartels
Ein Kommentar von Gerrit Bartels

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Die Venedig-Episode in der „Flüchtigen“ ist einer der Höhepunkte in Prousts „Recherche“. Vorbereitet wird sie lange, lange vorher, denn die unebenen Bodenplatten im Baptisterium von San Marco gehören zu den Epiphanien des Erzählers. In der „Wiedergefundenen Zeit“ erinnert er sich im Hof der Guermantes mit seinen schiefen Pflastersteinen daran, unwillentlich, beim Stolpern. Für ihn ein Auslöser dafür, nun endlich mit dem Schreiben zu beginnen.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })