„Der schlimmste Mensch der Welt“ im Kino: Romantik ist so 2012
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Fang mich! Twenty-Something Julie (Renate Reinsve) ist auf der Suche nach dem coolen Leben im falschen.

© Oslo Film

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„Der schlimmste Mensch der Welt“ im Kino: Romantik ist so 2012

Verwirklichst du dich noch oder lebst du schon? Renate Reinsve hat in der Komödie „Der schlimmste Mensch der Welt“ die Qual der Wahl.

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Digitale Indifferenz ist kein technischer Begriff, er bezeichnet nicht etwa eine Störung im WLAN-Netzwerk. Er beschreibt bloß eine soziale Mangelerscheinung, durch ein Übermaß: an Daten, Push-Nachrichten in Apps, Dating-Optionen. Ständig klingt das Handy, immer geht es noch etwas besser. Verwirklichst du dich noch oder lebst du schon? Die hochbegabte Julie leidet ihre ganzen Zwanziger hindurch unter diesem Selbstoptimierungsdruck, sodass sie am Ende ihres dritten Lebensjahrzehnts – nach abgebrochenen Medizin- und Philosophiestudien und einer stagnierenden Karriere als Fotografin – mit einem gebrochenen Lebenslauf dasteht, wie es im Coaching-Jargon heutzutage heißt.

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