Kultur: Sauerstoff im Stadtverkehr
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Kultur: Sauerstoff im Stadtverkehr

James Dean der Kunst: In Berlin und New York wird der Aktionskünstler Gordon Matta-Clark gefeiert

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Zufall oder nicht? Zeitgleich ist im New Yorker Whitney Museum eine große Retrospektive zu sehen, in der Berliner Akademie der Künste wird ihm fast eine ganze Abteilung in der Ausstellung „Raum. Orte der Kunst“ gewidmet. Unvermutet steht er wieder da, mitten in der Museumswelt: jung, schwitzend, mit nacktem Oberkörper, mit der Kettensäge ganze Häuser traktierend. Zumindest in den 16-Millimeter-Filmen, die seine atemraubenden Aktionen dokumentieren. Gordon Matta-Clark ist der James Dean der Architektenszene, der Buster Keaton der Kunst. 1978 starb er mit 35 Jahren an Krebs und hat doch in der kurzen Spanne seiner Künstlerkarriere ein Werk hinterlassen, das bis heute fasziniert. Schon zu Lebzeiten besaß er das Zeug zur Kultfigur, gerade wird er wiederentdeckt, denn aus Matta-Clarks Attacken auf die Architektur, seinen skulpturalen Eingriffen im urbanen Raum destilliert sich jede Zeit ihre Botschaft.

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