Suhrkamp für immer: Schmerz und Show
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Der Suhrkamp-Verlag hat Insolvenz angemeldet.

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Suhrkamp für immer: Schmerz und Show

In den letzten Tagen war es ruhig an der Suhrkamp-Front - ist das nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm? Oder legt sich einfach nur die Aufregung über den epischen Kampf um den Verlag, auch in den Feuilletons?

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Die Ruhe, die in den letzten Tagen an der Suhrkamp-Front herrschte, fühlt sich an wie ein Phantomschmerz. Es zwickt und zwackt, aber da ist so gar nichts. Immer drängender stellt sich die Frage: Muss nicht bald wieder was passieren? In Zürich, Berlin oder Frankfurt, in Hamburg (wo Hans Barlach wohnt) oder Darmstadt (wo die Journalisten gegenüber höchst zugeknöpften, aber am Suhrkamp Verlag höchst interessierten Ströhers ansässig sind)? Oder ist es nicht doch interessanter und lehrreicher, sich mit Suhrkamp-Büchern zu beschäftigen? Mit den Gedichten von Michael Krüger und Sylvia Plath (erstmals in deutscher Übersetzung!) etwa, mit „Herrn Zetts Betrachtungen“ von Hans Magnus Enzensberger, mit der deutschen Erstausgabe von E.M. Ciorans zweitem „Leidenschaftlichen Leitfaden“ oder mit einem weiteren Gemeinschaftswerk von Gerhard Richter und Alexander Kluge (alles gerade erschienen, großartig! Ein Wahnsinn!)? Nein, keine Frage: Dagegen sind Gerichtsurteile und Insolvenzpläne im höchsten Maße öder Lesestoff.

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