IBA-Bauten werden abgerissen: Stadt ohne Maß
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Gefallene Burg. Bagger haben Ungers’ Giebel am Lützowplatz geschleift.

© Kai-Uwe Heinrich

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IBA-Bauten werden abgerissen: Stadt ohne Maß

Zum Abriss von Ungers’ IBA-Bau am Berliner Lützowplatz.

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Wenn es um architektonischen Glanz geht, dann träumt man in Berlin gerne von vergangener Größe. Zwar ging die Weltstadt der Vorkriegszeit im Bombenhagel unter, doch wenigstens einige ihrer Schlüsselbauten sollen bitte schön zurückkehren. So materialisiert sich der Retro-Zeitgeist in der Rekonstruktion von Prachthäusern wie der Alten Kommandantur, dem Hotel Adlon oder dem Stadtschloss. Weniger gut ist die Hauptstadt darin, ihre modernen Architekturklassiker zu bewahren. Wenn Investoren drängen, rollen schnell die Abrissbagger. Zu den Verlusten gehören das sogenannte Ahornblatt, eine Großgaststätte aus DDR-Zeiten mit bemerkenswertem Faltbetondach, und das denkmalgeschützte Schimmelpfeng-Haus aus den späten fünfziger Jahren, das die Kantstraße überbrückte. Dessen größerer Teil musste dem Wolkenkratzer des Waldorf Astoria Hotels weichen, der zum Kurfürstendamm gelegene Teil wird gerade abgetragen.

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