Ulla Unseld-Berkéwicz und der Suhrkamp Verlag: Standfestigkeit ist alles
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Ulla Unseld-Berkéwciz

© Bernd von Jutrczenka/dpa

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Ulla Unseld-Berkéwicz und der Suhrkamp Verlag: Standfestigkeit ist alles

Erst Untergeherin, dann Retterin: Wie Ulla Unseld-Berkéwicz ihrem Nachfolger Jonathan Landgrebe einen womöglich wirklich "toll funktionierenden" Verlag hinterlassen hat.

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Als Ulla Unseld-Berkéwicz 2003 die Leitung des Suhrkamp Verlags übernahm, musste sie in den Feuilletons häufig Böses über sich lesen. Sie sei eine „Erbschleicherin“, eine „schwarze Witwe“, eine „Hexe“, eine Frau nicht ganz von dieser Welt, auch weil sie mit ihrem 2002 verstorbenen Mann Siegfried angeblich gern mal im Jenseits kommuniziere, bei geöffneten Fenstern oder vor brennenden Kerzen in der Unseld-Villa. Auch die Skepsis überwog, wegen ihrer mangelnden verlegerischen Erfahrung – und wegen der vielen, stets als Zeichen des Suhrkamp-Niedergangs gedeuteten Abgänge, die auf die von ihr selbst machtvoll betriebene Inthronisierung folgten, von Führungskräften im Verlag genauso wie von Schriftstellern wie Adolf Muschg, Daniel Kehlmann oder Martin Walser.

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