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Deutsche Kinemathek: Streiten fürs Kino
Die deutsche Kinemathek verabschiedet den Filmpublizisten Wolfgang Jacobsen in den Ruhestand.
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Ohne eine Kultur des Sehens ist das Kino eine brotlose Kunst. Wolfgang Jacobsen hat dies früh verstanden und sich mit allen Kräften gegen einen drohenden Kulturverfall gestemmt. In Deutschland blickt das Genre des Filmbuchs auf keine große Tradition zurück. Früher gab es die legendäre Hanser-Reihe im blauen Einband und die Heyne Filmbibliothek, heute versorgen Verlage wie Bertz + Fischer oder Edition Text + Kritik diese Nische. Aber nur wenige haben sich um die deutschsprachige Filmliteratur ähnlich verdient gemacht wie Jacobsen, der seit den frühen Achtzigern an der Deutschen Kinemathek in verschiedenen Funktionen tätig ist: zunächst als Ausstellungskurator (unter anderem der ständigen Ausstellung des Museums für Film und Fernsehen), bis 2002 als Leiter der Retrospektive der Berlinale, zuletzt als einziger Mitarbeiter der Abteilung „Publikationen“.
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