Klassik in Corona-Zeiten: Verloren am Orchestergraben
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Ein tauender Eisblock hängt im frostigen Bühnenbild von Paolo Fantin bedrohlich über den Köpfen der Darsteller*innen.

© Bernd Uhlig

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Klassik in Corona-Zeiten: Verloren am Orchestergraben

Simon Rattle und Kirill Petrenko feiern zwei Premieren an der Staatsoper und in der Philharmonie - mit Streaming-Aufführungen. Ist das die neue Normalität in der Klassik?

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Über die Folgen der Pandemie wird viel spekuliert. Auch unsere Vorstellung von Oper könnte sie hinwegfegen, denn mit jedem Stream aus einem Opernhaus wird das Musiktheater zwangsläufig stärker nach den Kriterien des Films bewertet. Niemand wechselt ungestraft das Medium, da können Musikwissenschaftler noch so sehr die Rolle der Oper beim Aufstieg des Kinos betonen. Daran denken Zuschauende nicht, die zu Hause vor dem Fernseher sitzen und plötzlich merken: Da sind ja alle viel zu alt für die Geschichten, die sie eigentlich erzählen wollen.

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