Mo Yan: Von Kadern und Kaulquappen
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Mo Yan wurde 2012 vom Nobelpreiskomitee geehrt. Die Entscheidung war umstritten.

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Mo Yan: Von Kadern und Kaulquappen

In seinem Roman „Frösche“ erhellt der chinesische Literaturnobelpreisträger Mo Yan die Ära der strikten Ein-Kind-Politik.

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Herta Müller bekannte, sie sei den Tränen nahe gewesen, als sie die Nachricht von der Verleihung des Literaturnobelpreises an Mo Yan vernahm. Sie empfinde die Wahl als „Ohrfeige für alle, die für Demokratie und Menschenrechte arbeiten“. „Eine Schande, ein tragischer Moment“, urteilte auch der Künstler Ai Weiwei. Statt linientreuer Prosa entdeckt man in Mo Yans Werken aber Romane, die sich wortgewaltig den Traumata der chinesischen Geschichte widmen, vom Boxeraufstand in der furiosen „Sandelholzstrafe“ über die vom offiziellen Geschichtsbild abweichende Darstellung der japanischen Besatzung in „Rotes Kornfeld“ bis zur Kulturrevolution.

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