"Ulysses" am Deutschen Theater: Wenn sich die Räume biegen
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Erbarmen! Die Berliner Bühnenfassung des Weltromans präsentiert sich als Nummernrevue – hier mit Benjamin Lillie, Judith Hoffmann und Edgar Eckert (von links).

© Arno Declair

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"Ulysses" am Deutschen Theater: Wenn sich die Räume biegen

Bewusstseinsströme: Sebastian Hartmann inszeniert James Joyce’ Roman „Ulysses“ am Deutschen Theater.

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Unter den Romanen, die ausdrücklich nicht nach einer Bühnenbearbeitung schreien, gehört „Ulysses“ zu den Top Ten. Es ist nicht übertrieben, den Tausendseiter, mit dem James Joyce vor rund hundert Jahren die Literatur revolutionierte, als unaufführbar zu bezeichnen. Die aktionsarme Handlung nachzuinszenieren, wäre ein banalitätsverdächtiges No-Go. Vordergründig folgt „Ulysses“ einigen Dublinern – dem Anzeigenagenten Leopold Bloom, seiner Frau „Molly“ oder dem Schriftsteller und Pädagogen Stephen Dedalus – einen kompletten Tag im Jahr 1904 bei ihren Alltagsverrichtungen: vom Frühstück über das Nierchenbraten und den Toilettengang bis hin zu Krankenhausbesuchen.

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