Botho Strauß’ „Groß und Klein“: Whole Lotte Love
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Sucht Anschluss. Cate Blanchett als Lotte-Kotte in Recklinghausen. Foto: dpa

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Botho Strauß’ „Groß und Klein“: Whole Lotte Love

Ein Ereignis: Die Hollywoodschauspielerin und Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett spielt die Lotte-Kotte in Botho Strauß’ „Groß und Klein“ bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen.

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Eine Landkarte liegt unter diesem Text, und beide, Geografie und Grammatik, wirken alt, aus der Zeit gefallen. Aber schon 1978, als das Stück in der Schaubühne am Halleschen Ufer von Peter Stein uraufgeführt wurde, haftete den Ortsmarken – Saarbrücken, Essen, Sylt – etwas Unwirkliches an. „Groß und Klein“ erzählt in sprunghaften Etappen das seltsam heitere Martyrium einer nicht mehr ganz jungen, aber keinesfalls alten Frau namens Lotte, die sich selbst verliert auf der Suche – ja, wonach eigentlich? Es scheint jetzt mehr denn je so, als habe Botho Strauß die Orte, die Menschen, ihre fahrigen Begegnungen, ihr gewähltes, wortreiches aneinander Vorbeisprechen erfunden, um einen Zustand zu beschreiben, eine Starre, das Leben in einem Biotop. Der Dramatiker Strauß schaut drauf mit dem Blick eines Käferaufspießers; da steckt viel Ernst Jünger drin.

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