Finanzkrise: Die Jagd nach Rendite
450 Milliarden Dollar Schaden: Anleger und Banken zahlen derzeit den Preis für das zu lange zu billige Geld - und für die Gier nach mehr Gewinn. Doch wer lebt schon gerne ohne Rendite - und ohne Risiko?
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Michael Glos muss es wissen, denn er ist ja der Bundeswirtschaftsminister. „Wir erwarten von der US-Hypothekenkrise keine negativen Einflüsse auf das sehr robuste reale Wirtschaftswachstum in Deutschland.“ Aufatmen allerorten, bei Banken und Anlegern, Unternehmen und Fonds? Keine Spur. In Wirklichkeit weiß Glos nämlich überhaupt nichts. Niemand weiß, wo überall noch Minen liegen im internationalen Finanzsystem. Weil niemand mehr richtig durchblickt, die Banken nicht, die Fonds nicht, die Börsen nicht. Und weil niemand nichts weiß, sind alle misstrauisch und wollen kein Geld mehr aus der Hand geben. Doch wenn das Schmiermittel der Wirtschaft weggeschlossen wird, kollabiert das gesamte System. Deshalb haben die Zentralbanken in den vergangenen Tagen ein paar hundert Milliarden in den Geldmarkt gepumpt. Gewissermaßen anstelle der „normalen“ Banker, denen die Angst in den Knochen steckt und die deshalb auf dem Geld sitzen.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true