Tagesspiegel Plus
Meinung: Explosive Chemie
Was Wikileaks berichtet, zeigt einen Tiefstand der deutsch-amerikanischen Beziehungen
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Entschuldigen wollen sich die USA nicht. Sie sagen nur, dass ihnen die Veröffentlichungen durch „Wikileaks“ leidtun. Das ist schon ein klares Signal. Deutlicher kann man kaum sagen, dass alles, was in den Schriftstücken steht – von denen wenige „geheim“ eingestuft sind oder „vertraulich“ –, weiter gilt. Washington, das offizielle, stellt sich damit hinter Wertungen von namentlich nicht genannten Mitarbeitern, Referenten, die Angela Merkel als Kanzlerin sehr kritisch betrachten und Guido Westerwelle als Außenminister die Qualifikation für sein Amt absprechen. Und eine höchst unsympathische Persönlichkeit zusprechen.
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