
© Kai-Uwe Heinrich
Auf den Punkt: Geld vom Klassenlehrer?
Gerd Nowakowski über Schulschwänzer
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Einhundert Euro für jede Familie, dessen Kinder pünktlich zur Schule kommen - mit diesem Vorschlag ist die ansonsten nicht gerade im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehende Stadt Oer-Erkenschwick die bundesdeutsche Aufmerksamkeit sicher. Wobei viele Menschen wohl erst verblüfft - und dann empört sein dürften. Geld zu zahlen für etwas, was eigentlich selbstverständlich ist, das wirkt wie eine Selbstaufgabe aller Normen und zivilgesellschaftlicher Verhaltensweisen. Wann werden wir Prämien zahlen für all jene, die ihre Frau nicht schlagen, nicht als Ladendieb auffallen oder brav an der roten Ampel halten? Vor allem Familien, die sich mit Liebe und oft auch Entbehrung bemühen, ihren Kindern auf dem Weg ins Leben nach besten Kräften zu helfen und selbstverständlich dafür sorgen, dass diese pünktlich zum Unterricht erscheinen, werden sich ärgern. Sie müssen sich bestraft fühlen.
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