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Russland und Syrien: Putin greift ein
Kampf um die Neuordnung: Wladimir Putin versucht in Syrien sich Einfluss für die Ära nach Assad zu sichern. Ein Kommentar
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Es gibt viele Gründe, Wladimir Putin nicht zu lieben. Doch sogar das US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“, bisher nicht durch Sympathien für nicht ganz lupenreine Demokraten aufgefallen, kürte den Kremlchef dieser Tage zum dritten Mal in Folge zum weltweit einflussreichsten Politiker. Putins Gegenspieler Barack Obama dagegen landete nur auf Rang drei. Die Wertung würdigt vor allem außenpolitische Erfolge, und da hat der Russe deutlich die Nase vorn. Spätestens die Entwicklungen in Syrien, wo Putin Obama vor sich hertreibt, haben dessen Modell von einer Welt, in der Washington das Schwerkraftzentrum bildet, ins Wanken gebracht.
„Putin greift an“, titelte der „Spiegel“ kürzlich. Richtiger wäre: Putin greift ein. Mit einer Koalition der Schiiten-Staaten, darunter der Irak, der sich von Moskau bei der Wiederherstellung seiner von IS bedrohten Souveränität offenbar größeren Nutzen verspricht als von den Paten in Washington. Und mit Luftschlägen gegen „Terroristen“. Dazu zählen aus russischer Sicht auch Teile der syrischen Opposition.
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