Katastrophengefühle: Unter dem Vulkan
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Katastrophengefühle: Unter dem Vulkan

Der Verkehrskollaps mag ökonomische Folgen haben, aber plötzlich ist da etwas, das größer ist als das weltpolitische Tagesgeschäft. Von Plinius dem Älteren, der in Pompeji starb, und Plinius dem Jüngeren, der vom Tod des Onkels unter dem Vulkan berichtet, bis Roland Emmerich und James Cameron: Die Lust an der Katastrophe gehört zu den Konstanten unserer Kultur.

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Das Schauspiel hat einen unaussprechlichen Namen: Eyjafjöll. Ja, die Welt ist sprachlos. In einem apokalyptisch anmutenden Ausmaß kommt der Flugverkehr zum Erliegen. Auf Island rührt sich ein Vulkan, und der Mensch des 21. Jahrhunderts scheint auf unbestimmte Zeit seiner kostbarsten Errungenschaft beraubt zu sein, der uneingeschränkten Mobilität. Wir bleiben am Boden und müssen begreifen, dass eines Tages vielleicht Astronauten zum Mars fliegen, aber nie ein lebendiges Wesen zum glühenden Kern der Erde vordringen wird.

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