
© dpa
Bundeswehroffizier gab sich als Flüchtling aus: 2000 Asylverfahren werden überprüft
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) nimmt sich alle Fälle vor, an denen Mitarbeiter beteiligt waren, die für das Verfahren des Bundeswehroffiziers verantwortlich waren.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) will rund 2000 Asylentscheidungen zu syrischen und afghanischen Flüchtlingen noch einmal überprüfen. Das teilte Bamf-Präsidentin Jutta Cordt am Freitag mit. In der Stellungnahme bezeichnet Cordt den positiven Ausgang des Verfahrens für den Bundeswehroffizier Franco A., der sich als syrischer Flüchtling ausgegeben hatte, noch einmal als „eine Fehlentscheidung, wie sie nicht hätte passieren dürfen“. Eine Untersuchungsgruppe soll den Fall detailliert aufarbeiten. Darüber hinaus werden laut Cordt alle Verfahren, die von den Verantwortlichen im Fall A. bearbeitet wurden, von langjährigen Mitarbeitern des Bundesamtes untersucht. Gleiches gelte für die beteiligten Dolmetscher, die für weitere Einsätze zunächst gesperrt seien. Stichprobenartig sollen auch andere seit Januar 2016 durchgeführte Asylverfahren erneut begutachtet werden.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true