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Nach der Wahl in Niedersachsen: Auf der langen Strecke
Am Ende hat es für Rot-Grün in Niedersachsen doch noch gereicht. Das ließ fast vergessen, dass der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, alles andere als ein Wahlhelfer war. Die SPD schaut mit ihrem Spitzenmann nun nach vorn.
- Sabine Beikler
- Rainer Woratschka
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Es war ausgerechnet der Meister des Gegenwinds, der eine Dreiviertelstunde nach Schließung der Wahllokale in Niedersachsen das Foyer des Willy-Brandt- Hauses in Berlin am Wahlabend zum Jubeln brachte. Obwohl SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil und alle wichtigen Vertreter der Bundes-SPD auch vor den Kameras an die schwierigen Bedingungen des Niedersachsen-Wahlkampfes erinnerten und jedem Zuhörer klar war, dass damit die Debatte um Peer Steinbrück gemeint war, waren die Genossen ihrem Kanzlerkandidaten offenbar nicht gram. Kaum hatte Parteichef Sigmar Gabriel auf der Bühne dem Ex-Finanzminister das Wort überlassen, bekannte sich der auch zu seinem Anteil daran, dass die niedersächsischen SPD-Wahlkämpfer sich ausgerechnet in der Endphase des Ringens mit Schwarz-Gelb mit einem Problem herumschlagen mussten, für das sie selbst nichts konnten: „Ich will sagen, dass es mir sehr bewusst ist, dass es aus der Berliner Richtung keinen Rückenwind gegeben hat und dass mir auch bewusst ist, dass ich maßgeblich dafür eine gewisse Mitverantwortung trage.“ Auch das honorierten die sozialdemokratischen Zuhörer mit Applaus.
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