Oskar Lafontaine: Das letzte Experiment
zum Hauptinhalt
Reichweite seiner Reden. Lafontaine testet bisweilen seine Zuhörer. Können die ihm folgen? Werden sie das tun? Mit guten Worten wollte er die Linke erobern, aber die erwies sich in Teilen als wenig verführbar.

© dpa

Tagesspiegel Plus

Oskar Lafontaine: Das letzte Experiment

Die SPD hat er wieder an die Macht gebracht – und dann verlassen. Die Linkspartei hat er in die Parlamente gebracht – jetzt hat sie ihn stehen gelassen. Oskar Lafontaine wollte nie nur groß im Unvollendeten sein. Dieses Mal hat er sich offenbar verkalkuliert.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Sein Schreibtisch ist leer. Er war es eigentlich immer, bis auf ein, zwei Bücher vielleicht, die er gerade liest oder zum Lesen empfehlen will. In der Partei haben sie das vor kurzem erst wieder erzählt, oder eher gewispert, hinter seinem Rücken. Ins Gesicht sagt es ihm keiner so gern, was sie damit eigentlich sagen wollten: Ist das deine Art Arbeit? Seine Kritiker fürchten ihn, das wird jetzt nicht anders sein als früher. Sie fürchten seinen scharfen Spott, wie sie ja auch immer wieder seinen scharfen Verstand bewundert haben. Und hat er nicht recht, lässt sich der richtige gedankliche und politische Kurs an Aktenstapeln, oft ungelesenen, messen?

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })