Politik: Die Generäle drohen
Im Streit um Zypern lehnt das mächtige Militär den UN-Friedensplan ab – und stellt sich damit gegen die Regierung
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Mit deutlichen Worten hat sich das türkische Militär am Montag in die internationale Diskussion um die Zukunft von Zypern eingeschaltet – und dem UN-Friedensplan für die geteilte Mittelmeerinsel eine klare Absage erteilt. „Unserer Bewertung nach würde dieser Plan das Gleichgewicht im östlichen Mittelmeer zu Ungunsten der Türkei zerstören", sagte Generalstabsmitglied Aytac Yalman. „Die türkischen Streitkräfte werden nicht erlauben, dass der Frieden auf der Insel und im östlichen Mittelmeer gestört wird; die Armee wird die Rechte der Türkei verteidigen.“ Damit erteilte der Oberkommandierende der Landstreitkräfte nicht nur den UN eine Abfuhr, die ihren Friedensplan bis zum 28. Februar unterschrieben sehen wollen. Das türkische Militär stellte sich damit auch hinter den zyperntürkischen Volksgruppenführer Rauf Denktasch – und gegen die zivile Regierung der Türkei.
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