
© dpa
Rede des Bundespräsidenten: Gauck verteidigt den Neoliberalismus
Unerwartete Worte des Bundespräsidenten: Dass er die Freiheit verteidigt - erwartbar. Dass er mehr Wettbewerb fordert, überrascht dann doch. Seine Freiburger Rede hat das Potenzial für eine anregende Debatte.
- Stephan-Andreas Casdorff
- Michael Schmidt
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Im Namen der Freiheit: Bundespräsident Joachim Gauck hat mehr wirtschaftlichen Wettbewerb und Eigeninitiative in Deutschland gefordert – und zugleich mehr Chancengleichheit angemahnt. Vorbehalten gegen Marktwirtschaft und Liberalismus müsse entgegengetreten werden, denn freier Markt und freier Wettbewerb seien die Eckpfeiler der Demokratie, sagte Gauck am Donnerstag in Freiburg. Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler beklagte, dass der Begriff Neoliberalismus in Deutschland so negativ besetzt sei, obwohl sich dieser doch gegen den "Laissez-faire"-Kapitalismus des 19. Jahrhunderts wende. "Ich wünsche mir mehr intellektuelle Redlichkeit - und auch etwas mehr historisches Bewusstsein und Anerkennung für das breite Spektrum des Liberalismus."
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true