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25 Jahre Afrika-Korrespondent: Kontinent der Extreme
Afrika hat zwei Seiten. Auf der einen stehen Lebenslust, Witz und Kreativität, auf der anderen Fatalismus, Brutalität und Gleichgültigkeit. Ein bilanzierender Essay nach 25 Jahren Arbeit als Afrikakorrespondent.
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An einem strahlend klaren Wintertag im Mai 1994 donnerte das Elitegeschwader der südafrikanischen Luftwaffe im Tiefflug über die Hügel von Pretoria. Als die Maschinen den Regierungssitz oberhalb der Landeshauptstadt erreichten, wippten die (weißen) Piloten für einen kurzen Augenblick mit den Flügeln ihrer Kampfjets, um ihren dort gerade vereidigten neuen Oberbefehlshaber zu grüßen: Nelson Mandela. Die gleichen Piloten, die in den langen Jahren der Apartheid die Widerstandskämpfer seines Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) in den Nachbarstaaten bombardiert hatten, schworen dem ersten schwarzen Präsidenten von Südafrika nun ihre Treue und Loyalität.
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